Dienstag, 30. Oktober 2012

"Selbstbehauptung durch Selbstgleichschaltung"

...heißt das Buch von Jürgen Klöckler, das am 8.11.2012 veröffentlich wird. Klöckler beleuchtet in seinem Buch die Stadtverwaltung der Stadt Konstanz im dritten Reich. Auch Neuenburger Einwohner wurden im September 1939 im Zuge der Evakuierung nach Konstanz gebracht. Um die "Westwall-Zigeuner", die man nicht immer freundlich Willkommen hieß, bei Konstanzer Einwohnern unterzubringen, bediente sich vor allem der cholerische Kreisleiter Rakow rüder Maßnahmen.


http://www.thorbecke.de/selbstbehauptung-durch-selbstgleichschaltung-p-1757.html

Samstag, 13. Oktober 2012

Herr Reimann und Frau Scherrer

Um zu erfahren, was in der Zeit des zweiten Weltkrieges in den heutigen Ortsteilen Neuenburgs geschah, besuchte ich heute zwei Zeitzeugen.

Frau Scherrer erzählte mir von ihren Erlebnissen in Steinenstadt und Herr Reimann berichtete über seine Zeit in Grißheim.


Donnerstag, 4. Oktober 2012

Zeitzeugen aus Steinenstadt und Grißheim

Nachdem wir im August die Interviews mit Zeitzeugen aus Neuenburg und Zienken geführt haben, haben sich nun weitere Zeitzeugen aus den Ortsteilen Steinenstadt und Grißheim gemeldet.
Aus diesem Grund werden an die ursprünglich geplante Drehzeit noch 2 Tage angehängt, um die Zeitzeugen persönlich zu besuchen und sie von ihren Erlebnissen berichten zu lassen.

Donnerstag, 20. September 2012

Heute am Schneidetisch

Nachdem hier auf der Seite lange keine Einträge gemacht wurden, ist es heute wieder Zeit dafür. Ich habe mir für mein Projekt zwei Tage frei genommen und kann so mal wieder kontinuierlich daran arbeiten. In der zwischenzeit habe ich alle Interviews geschnitten und sortiert. Nun geht es parallel auch an den Text, den ich einerseits neu schreibe, andererseits auch aus dem Buch "Streifzüge durch die wechselvolle Geschichte der Stadt Neuenburg am Rhein" von Winfried Studer beziehe.



Winfried Studer, der ehrenamtlich im Museum arbeitet, hat mir auch freundlicherweise das Filmmaterial von 1940 zur Verfügung gestellt, das ich in meinen Film einbauen werde.
Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Also ran ans Werk...

Nebenbei bin ich auch noch gespannt auf die Rückmeldung meiner Anfrage an einen Sprecher, mit dem ich gerne zusammenarbeiten würde. Man darf gespannt sein.

Dienstag, 14. August 2012

Ausgrabungen

Nach einer kurzen Pause geht es heute weiter. Zuerst mit einem kleinen Dreh bei den Ausgrabungen im Stadtzentrum Neuenburgs, die auch einen Einblick in die Zeit des zweiten Weltkriegs geben. Erst letzte Woche wurde bei den Arbeiten eine Mörsergranate gefunden. Herr Kaltwasser erklärt, wie es zu den Ausgrabungen kam und was man sich davon erhofft.

...und weiter geht es mit dem Schnitt...

Dienstag, 7. August 2012

Die Arbeit beginnt

Die Zeitzeugen Interviews und alle weiteren nötigen Einstellungen von Neuenburg am Rhein sind  abgedreht. Nach der Materialsichtung geht's in die Postproduktion - zuerst mit der Tonsynchro. Zudem werden alte Fotos ausgewählt und digitalisiert. Die Arbeit beginnt jetzt erst richtig.

Sonntag, 5. August 2012

Not macht erfinderisch

Im Museum für Stadtgeschichte, das wir heute besuchen konnten, kann man in eine Zeit eintauchen, in der Neuenburg in Schutt und Asche lag. Einige Fundstücke - Alltagsgegenstände - die das Barackenleben wiederspiegeln, erzählen von Not und Leid, von Hoffnung und Vergänglichkeit.

Diese Not machte erfinderisch. So konstruierte man unter anderem aus Teilen einer Flak diese Ölpresse.



Samstag, 4. August 2012

Materialsichtung

Während des zweiten Drehtags konnten weitere Zeitzeugen von ihren Erlebnissen berichten.
Interessante Einblicke in "Andere Zeiten" gaben uns Herr Meisinger und Frau Wernet, ursprünglich aus Zienken, sowie Frau Orth.

Zudem konnten wir einige athmosphärische Aufnahmen der Stadt machen. Weiter geht es morgen im Stadtmuseum.

Frau Wernet

Rudolf Meisinger

Emmy Orth

2. Drehtag

Die Zeitzeugen Interviews gehen heute in die zweite Runde. Gestern berichteten uns Emmy Klett und Helmut Müller, mein Großvater, von ihrer Zeit in Neuenburg während des zweiten Weltkriegs. Immer wieder fällt mir dabei auf, wie schwer es ist, sich in eine derart furchtbare Situation hineinzuversetzen, teilweise sein ganzes Hab und Gut zu verlieren und die Heimat brennen zu sehen.

Emmy Klett

Helmut Müller


Freitag, 3. August 2012

Dreharbeiten beginnen

Heute beginnen die Dreharbeiten mit unseren Zeitzeugen aus Neuenburg am Rhein. Ich bin froh bis Sonntag Unterstützung von Sebastian Petöcz zu erhalten, der sich am Set um den Ton kümmern wird und mit dem ich konzeptionelle Entscheidungen diskutiere und treffe. Es ist immer von Vorteil bei solchen Projekten die Arbeit nochmals von einem anderen Blickwinkel zu betrachten und ggf. neue Aspekte miteinzubeziehen. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir die wichtigen Zeitzeugen-Dreharbeiten gut umsetzen können.

Mittwoch, 1. August 2012

26. Mai 1940

Am 26. Mai 1940 erfolgte im Zuge der deutschen Westoffensive ein Artillerieüberfall der Franzosen auf die Stadt.
Dazu vermerkt das Kriegstagebuch: "Plötzlich ein dumpfer Knall, ein Sausen durch die Luft, ein fürchterliches Krachen, über der Stadt platzte die erste französische Granate. Es folgte Schuß auf Schuß. Der Feuerüberfall setzte um 16.30 Uhr ein und dauerte etwa 30 bis 40 Minuten. In dieser Zeit sind etwa 40 Schrapnells über Neuenburg krepiert."

Der Angriff war eine Vorwarnung, kaum vergleichbar mit dem Angriff, der einige Tage später, im Juni, folgen sollte.

Aktuelle Brisanz erhält das Thema noch zusätzlich durch die neulich freigelegten Kellertreppen des 1940 zerstörten Rathauses. Hier der dazugehörige BZ-Artikel. Man darf gespannt sein, ob auch aus der Zeit des zweiten Weltkriegs Überreste oder Hinweise gefunden werden.
http://www.badische-zeitung.de/neuenburg/wir-graben-in-die-geschichte-rein--60864412.html

Dienstag, 31. Juli 2012

Zeitzeugen

Im Film "Andere Zeiten" treten Zeitzeugen auf, die Neuenburg am Rhein tatsächlich aus einer anderen Zeit kennen.
 
Das Foto zeigt eine Luftaufnahme der Stadt vor dem zweiten Weltkrieg. Der heutige Kronenrain befindet sich in etwa dort, wo man den kleinen Hang mit den Weinreben erkennt.
Die Unterstadt war damals noch sehr dünn besiedelt, ganz anders ist dies heute.

Die älteste Zeitzeugin wurde im Jahr 1921 geboren und berichtet unter anderem auch von einem Neuenburg vor dem Krieg und dem Leben in einer kleinen Grenzstadt am Rhein, der noch ein schweres Schicksal auferlegt werden sollte.

Montag, 30. Juli 2012

Sprengung der Rheinbrücke

Mit dem Kriegsbeginn am  1. September 1939 war das Todesurteil für die Grenzstadt Neuenburg am Rhein nun zum dritten Mal gesprochen. Am 3. September wurden die Einwohner der Stadt evakuiert. Es blieb ruhig, bis am 7. Oktober die Eisenbahnbrücke über den Rhein von den Franzosen gesprengt wurde.

aus einer Filmaufnahme aus dem Jahr 1940
die gesprengte Rheinbrücke

23. März 1940

"23. März 1940, stundenlang knatterten die Maschinengewehre. Leuchtkugeln erhellten das Rheinvorland. Ein Brand bei den Franzosen ließ den Himmel feuerrot erscheinen. Wir hatten zum erstenmal seit Kriegsbeginn den Eindruck, daß ernste Kampfhandlungen im Gange sind." Kriegstagebuch, Stadtarchiv Neuenburg am Rhein.

Mariä-Himmelfahrts-Kirche in der Stadtmitte.

Mein aktuelles Projekt.  

Mein Film "Andere Zeiten" befindet sich gerade in Produktion und aus gegebenem Anlass möchte Ich hier die Entwicklungen dokumentieren und das Thema des Films vertiefen.


Die Idee.

Noch ein Kriegsfilm?!

Es gibt bereits unzählige Filme, die das Kriegsgeschehen dokumentieren. Warum also noch ein Film?

Meine Idee dabei ist, ins Detail zu gehen. Die Verbundenheit zu meiner Heimatstadt, den Einwohnern und besonders zu meinen Großeltern ist ausschlaggebend für die Entstehung des Films. Mein Großvater berichtete mir immer wieder von seinen Erlebnissen in der Zeit, in der Neuenburg dem Krieg zum Opfer fiel und was Neuenburg zu dem gemacht hat, was es heute ist.

Ich möchte mit dem Film ein Stück Geschichte festhalten und die Erlebnisse der Einwohner erzählen, die meine Heimatstadt wieder aufgebaut haben.

Mein Großvater im Film "Andere Zeiten".


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